Magische Momente – Paulo Coelho

"Man muss Risiken eingehen, sagte er. Wir können das Wunder des Lebens nur richtig verstehen, wenn wir zulassen, dass das Unerwartete geschieht. Jeden Tag läßt Gott die Sonne aufgehen und schenkt uns jeden Tag einen Augenblick, in dem es möglich ist, alles das zu ändern, was uns unglücklich macht. Tag für Tag übergehen wir diesen Augenblick geflissentlich, als wäre das heute wie gestern und das Morgen auch nicht anders. Aber derjenige, der seinen Tag bewusst lebt, nimmt den magischen Augenblick wahr. Er kann in dem Moment verborgen sein, in dem wir morgens den Schlüssel ins Schlüsselloch stecken, im Augenblick des Schweigens nach dem Abendessen, in den tausenden Dingen, die uns alle gleich anmuten. Diesen Augenblick gibt es – den Augenblick, in dem alle Kraft der Sterne uns durchflutet und uns Wunder vollbringen lässt. Manchmal ist das Glück ein Geschenk – doch zumeist will es erobert werden. Der magische Augenblick eines Tages hilft uns, etwas zu verändern, läßt uns aufbrechen, um unsere Träume zu verwirklichen." (Paulo Coelho, "Am Rande des Rio Piedra saß ich und weinte")

4 Gedanken zu „Magische Momente – Paulo Coelho“

  1. Eigentlich, so glaube ich, ist jede Sekunde jedes Tages solch ein Moment. Ich glaube, das ganze Leben ist magisch. Meines Erachtens kommt es nicht darauf an, den magischen Moment zu erkennen, sondern mich in einem einzigen Augenblick zum Beispiel eines Tages so fallen lassen zu können, dass ich einen davon bemerke und ihn zu einem „magischen“ mache.

  2. Danke, DasNest!
    Damit hast du eine, wenn ich so sagen darf, westlich geprägte Definition für „Erleuchtung“ gegeben. Denn das bedeutet doch eigentlich, dauerhaft im Hier-Und-Jetzt bleiben zu können.

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